Zweimal Platz 10 für Timo Glock auf dem Norisring

Am vergangenen Wochenende stand ein absolutes Highlight aus dem Rennkalender der DTM an.
Es ging nach Nürnberg zum Norisring. Ein Stadtkurs, bei dem es bekanntermaßen immer eng zugeht.

Timo ging als führender in der Gesamtwertung in dieses Rennwochenende.
Beim ersten freien Training am Freitag, war es allerdings alles andere als ein guter Start in das Wochenende.
Wegen einer Kollision mit Bruno Spengler und dem Verlust seiner Tür, musste Timo sein Yellow Beast schon früh in der Box abstellen.

Das erste Qualifying gestaltete sich für Timo auch anders als er sich das vorgestellt hatte.
Nachdem René Rast die „Wall of Fame“ mit dem Heck seines Audis touchierte, wurde anschließend das Qualifying unterbrochen.
Somit blieb für alle Beteiligten weniger Zeit, um ihre Bestzeit abzuliefern.
In das erste Rennen startete Timo aus der vierten Reihe, vom achten Startplatz.
Sein klares Ziel war an diesem Tag weiter nach vorne zu fahren, allerdings fühlte er sich bis dahin noch nicht wohl in seinem Yellow Beast.
Die Poleposition holte sich an diesem Tag Edoardo Mortara, vor Philipp Eng und Marco Wittmann. Der bis dahin zweite in der Gesamtwertung, Gary Paffett, startete von Platz 4.

Beim Start ging es wie immer in der Grundig-Kehre eng zu. Aber alle Rennboliden kamen gut durch die erste Runde.
Einige Fahrer fuhren bereits in den ersten beiden Runden in die Box. Das hatte rein strategische Gründe, denn auf dem Norisring sollten die Reifen bis zum Ende des Rennens gut durchhalten.
Timo fuhr in der zehnten Runde in die Box und kam vor Nico Müller zurück auf die Strecke.
Zwischen Mortara, Wittmann, Paffett, Eng und Juncadella ging es das ganze Rennen eng zu. Auch im Mittelfeld gab es das ein oder andere Überholmanöver.

Am Ende des Rennens holte sich Timo noch einen Punkt für den zehnten Platz.
Der Sieger des Samstagsrennen war Edoardo Mortara. Gary Paffet holte sich den zweiten Platz und für Marco Wittmann war es mit dem dritten Platz das lang ersehnte Podium bei seinem Heimrennen.
Eine große Freude für den Fanclub von Marco Wittmann, der mit einer großen Anzahl von Mitgliedern vor Ort war.

Alles auf Anfang, hieß es für alle beim zweiten Qualifying am Sonntag.
Doch auch dieses Qualifying musste wegen eines Drehers von Frijns kurz unterbrochen werden. Seine erste Pole holte sich Daniel Juncadella, vor Gary Paffett und Lucas Auer.
Timo startete von Platz 9 ins Sonntagsrennen. Eine bessere Position hatte er sich durch den Vortag jedoch erhofft.
Somit war die Aufgabe für ihn klar, weiter fleißig Punkte für die Gesamtwertung sammeln.

Juncadella blieb zu Anfang des Rennens vorne. Die ersten Boxenstopps standen auch beim zweiten Rennen sehr früh an. Timo fuhr früher als am Vortag in die Box und reihte sich anschließend zwischen Müller und Eriksson ein.
Alle Fahrzeuge lagen das gesamte Rennen dicht beieinander, somit wurden den Fans  einige Überholmanöver geboten.
Nachdem der Boxenstopp von Gary Paffett zu lange dauerte, ist er einige Plätze zurück gefallen. Es kam ab Runde 18 erneut zu einem längeren Zweikampf zwischen Gary und Timo, der auch nicht ganz ohne Berührungen von statten ging.
Timo hatte alle Hände voll zu tun, seinen zwölften Platz zu verteidigen. Wie sich am Ende des Rennens heraus stellte, dieses Mal mit unterschiedlichen Ansichten und Meinungen.

Währenddessen kämpfte sich Marco Wittmann immer weiter nach vorne, bis er letztendlich in Führung lag.
Am Ende des Rennens konnte Mortara noch einiges an Boden gut machen, aber der Sieg war an diesem Tag Marco Wittmann nicht mehr zu nehmen.
Ein Sieg und Platz 3 für Marco Wittmann bei seinem Heimrennen.
Auch beim Sonntagsrennen ergatterte sich Timo einen Punkt für Platz 10. Jeder einzelne Zähler ist unheimlich Wichtig für die Gesamtwertung.

Gary Paffett ging an diesem Tag leer aus. Er äußerte sich direkt nach dem Rennen sehr verärgert über Timo und dessen Fahrweise beim Zweikampf der Beiden.
Timo kommentierte diese Aussagen aber eher Sachlich. Denn nach Startplatz 2 und am Ende ohne Punkte, war Gary bestimmt mit der Gesamtsituation unzufrieden.
Seit dem legendären Rennen in Hockenheim hat Timo sehr viel Respekt vor Gary Paffett. Er wollte das Ganze geklärt haben und hatte sich am Tag danach mit ihm ausgesprochen und sich sogar für die ein oder andere Situation entschuldigt. Dass ihm Gary einmal ins Heck gefahren ist, sah Timo drüber hinweg.
Timo möchte weiterhin einen fairen Kampf um die Meisterschaft, allerdings haben sich nach diesem Rennwochenende noch andere Fahrer vorne in der Gesamtwertung dazu gesellt.

Timo Glock_Gary PaffettBoxengasse_II_Norisring_2018

Gary Paffett führt nun die extrem enge Meisterschaft an. Auf dem zweiten Platz liegt nun Edoardo Mortara und Punktgleich liegen Marco Wittmann und Timo Glock auf Platz 3 und Platz 4.
Es bleibt extrem spannend.

Am 13. Juli geht es dann zum Circuit Zandvoort. Den Blick nach vorne gerichtet, läuft es dort hoffentlich wieder besser für Timo und sein Yellow Beast.

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