Timo Glocks Rennwochenende beim DTM Krimi in Misano

Letztes Wochenende ging es für die DTM zum ersten Nachtrennen nach Misano. Dies war ein absolutes Highlight im DTM Rennkalender und den Fans wurden zwei richtig spannende Rennen geboten. Ein weiteres Highlight war, dass Alex Zanardi als Gaststarter bei beiden Rennen mit am Start war.

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Fotos by Samir Zorlak

Beim ersten Qualifying am Samstag holte sich Paul di Resta die Poleposition, vor Edoardo Mortara und René Rast. Timo holte sich den fünften Startplatz.

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Fotos by Samir Zorlak

Beim ersten Rennen herrschten schwierige Verhältnisse. Nachdem es beim Qualifying bereits regnete, war kurz vor Start des Rennens die Strecke noch nicht abgetrocknet. Durch die Dunkelheit war in der ein oder anderen Schikane auch nur schwer zu erkennen, welche Teile der Strecke bereits getrocknet waren und welche noch nass. Die Entscheidung, ob mit Regenreifen oder mit Slicks gestartet wird, war somit nicht einfach. Kurz vor dem Start entschied sich aber dann doch fast das gesamte Feld für Regenreifen.

Beim Start kam Timo zwar erst nicht ganz so gut weg, aber in den darauf folgenden Kurven konnte er sich direkt wieder nach vorne kämpfen. Sein Yellow Beast lag sogar so gut auf der Strecke, dass er bis auf Platz 4 nach vorne fahren konnte. Vor ihm lagen zu diesem Zeitpunkt drei Mercedes. Im Rest des Feldes gab es einige spannende Überholmanöver. Für weitere Spannung sorgte, wie Strategie und Reifenpoker das Rennen beeinflussen würde. In der vierten Runde gab es einen Dreher von Marco Wittmann und einige Fahrer, einschließlich Timo, fuhren in die Box zu ihrem Pflichtboxenstopp. Sie wechselten bereits auf Slick Reifen. Da Timo warten musste, bis Jamie Green an ihm vorbei war, konnte er durch den Boxenstopp keinen Boden gut machen. Anschließend herrschte weiterhin viel Betrieb in der Box.

In der achten Runde gab es eine Kollision zwischen Edo Mortara und Gary Paffett. Gary Paffett hatte sich verbremst. Als er aus der Auslaufzone zurück auf die Strecke fuhr, kollidierte er mit Edo Mortara. Der bis dahin führende in der Meisterschaft ist dann durch eine gebrochene Lenkung ausgefallen. Noch in der gleichen Runde gab es eine weitere Kollision zwischen Loic Duval und Joel Ericson. Beide Fahrzeuge drehten sich. Das Safety Car musste dadurch auf die Strecke kommen. In der zwölften Runde dann der Indy Restart, bei dem es erneut eng zuging und es erneut zu einem Crash kam. Dieses Mal waren René Rast und Jamie Green die Leittragenden, da sie durch einen Dreher bis an das Ende des Feldes zurück gefallen waren. Dann auch schon der nächste Ausfall. Lucas Auer und Bruno Spengler standen neben der Strecke. Das Safety Car hatte somit schon seinen zweiten Einsatz. Während dieser Safety Car Phase mussten René Rast und Jamie Green ihre Fahrzeuge abstellen.

In Runde 17 folgte dann der zweite Indy Restart. Auch hierbei wurden den Fans wieder viel Spannung und viele Überholmanöver geboten. Daniel Juncadella blieb als letzter Fahrer noch lange ohne Boxenstopp auf der Strecke. Vor Timo liegend war die Absicht dahinter klar zu erkennen. Durch den Zweikampf mit Juncadella, konnte Loic Duval immer mehr auf Timo aufschließen und letztendlich an Timo vorbei fahren. Auch unter den führenden im Feld wurde weiterhin um die Platzierung gekämpft. In Runde 25 gingen di Resta und Mortara an dem bis dahin führenden Philipp Eng vorbei. Timo verlor während dessen auch zwei weitere Plätze an Frijns und Müller. Das ließ darauf schließen, dass beide BMW mit ihren Reifen zu kämpfen hatten. Denn Philipp Eng wurde nur zwei Runden später von drei weiteren Fahrern überholt. In nur zwei Runden ging es für ihn von Platz 1 auf Platz 7 zurück. Timo hatte parallel Pascal Wehrlein im Heck und musste sich bei diesem Zweikampf geschlagen geben. Vier Minuten vor Ende des Rennens musste Daniel Juncadella sein Fahrzeug wegen eines Defekts abstellen.

In der letzten Runde gab es noch einen spannenden Zweikampf um Platz 2, bei dem sich Robin Frijns den zweiten Platz in der letzten Kurve ergatterte. Der Sieg ging an Paul di Resta, vor Robin Frijns und Edoardo Mortara. Timo rettete den siebten Platz ins Ziel. Den Fans wurde an diesem Tag ein extrem spannendes und turbulentes Rennen geboten.

Fotos by Samir Zorlak

Beim zweiten Qualifying am Sonntag holte sich Timo den neunten Startplatz. Die Poleposition holte sich Loic Duval, vor Edoardo Mortara und Daniel Juncadella.

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Fotos by Samir Zorlak

Kurz vor dem Rennstart des zweiten Rennens, setzte leichter Sprühregen ein. Erneut stellte sich die Frage, ob mit Regenreifen oder Slicks gestartet werden sollte. Die meisten Fahrer entschieden sich für Regenreifen. Dann war es soweit. Auch beim Sonntagsrennen ging es beim Start heiß her. Mortara und Juncadella gingen in der ersten Runde an Loic Duval vorbei. Timo kämpfte sich in diesem getummel auf Platz 4 nach vorne. Allerdings fuhr er in Runde 4 früh in die Box. Sein Yellow Beast hatte bei dem Kampf nach vorne auch etwas Schaden genommen. Die Front war beschädigt und es stellte sich die Frage, wie sich dies auf die Aerodynamik auswirken würde. Auch der Rest des Feldes, bis auf nur wenige Fahrer, fanden sich am Anfang des Rennens für ihren Pflichtboxenstopp in der Box ein und wechselten auf Slicks.

Doch dann setzte plötzlich starker Regen ein und alle Fahrer die bereits auf Slicks gewechselt hatten, mussten erneut in die Box um wieder auf Regenreifen zu wechseln. Edoardo Mortara, René Rast, Robin Frijns und Alex Zanardi profitierten von dem einsetzenden Regen. Sie waren mit Regenreifen gestartet und noch nicht in der Box. In der zwölften Runde kam Lucas Auer von der Strecke ab und fuhr sein Fahrzeug im Kiesbett fest. Somit hatte das Safety Car wieder einen frühen Einsatz. Durch den Schaden an seinem Yellow Beast konnte Timo nicht mehr Vollspeed fahren. Er befand sich nach dem Reifenchaos und der Safety Car Phase auf dem zwölften Platz. Bei den Wetterbedingungen die nach der Safety Car Phase herrschten, verzichtete die Rennleitung aus Sicherheitsgründen auf einen Indy Restart. Es gab dennoch einige Zweikämpfe und Überholmanöver. Augusto Farfuß hatte sich durch einen Fahrfehler gedreht und touchierte die Leitplanke. Er konnte aber direkt weiter fahren. Zwei Runden später kollidierten Gary Paffett und Daniel Juncadella, wodurch sich beide drehten. Acht Minuten vor Rennende fuhr Edoardo Mortara zu seinem Pflichtboxenstopp. Weiterhin gab es im Mittelfeld kämpfe um die letzten Punkte.

Am Ende holte sich Joel Eriksson seinen ersten Sieg in der DTM, vor Edoardo Mortara und René Rast. Timo ging leider leer aus. Er fuhr auf Platz 15 ins Ziel.

Als nächstes geht es ab dem 07.09. für die DTM zum Nürburgring.

Fotos by Samir Zorlak

 

 

 

 

 

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