Mike und Michelle auf dem Sachsenring das erste Mal gemeinsam auf dem Podium

Das vorletzte Rennwochenende der ADAC TCR Germany fand am letzten Wochenende auf dem Sachsenring, einer der traditionsreichsten Rennstrecken Deutschlands, statt. Auf dem Kurs in Oberlungwitz sollten weitere wichtige Punkte gesammelt werden.

Schon am frühen Freitagmorgen, lief es in der ersten Session nahezu perfekt. Mike fuhr hinter Pascal Eberle die zweitschnellste Zeit, gefolgt von Luca Engstler . Michelle fuhr die viertschnellste Zeit. Beide zeigten also schon in der ersten Session, dass mit den Halders an diesem Wochenende zu rechnen ist.
In den beiden darauffolgenden Trainings wurde Mike jeweils zweitschnellster. Michelle fuhr einmal auf Platz 9 und im zweiten freien Training landet sie auf 12.

Bilder: Max Rosolski

Das Qualifying wurde dann am Samstag gefahren. Das erste Qualifying dominierte Mike, nicht weit hinter ihm folgte Michelle auf Platz 5. Somit waren beide im Qualifying 2 am Start und am Ende belegte Mike den zweiten Platz, vor Harald Proczyk. Die Pole ging an Luca Engstler und Michelle fuhr auf Startplatz 9.

Im ersten Rennen kam Mike am Start gut weg. Michelle legte einen furiosen Start hin. Da sie sich aus den Rangeleien zwischen Justin Häußermann, Max Hesse und Niels Langeveld raushalten konnte, fuhr sie infolgedessen auf Platz 6 vor. Justin Häußermann trug vorne links einen Schaden davon. Jussi Kuusiniemi landet derweil im Kiesbett und so kam es schon kurz nach dem Start zur ersten Safety-Car Phase. Auch Sebastian Steibel fuhr mit einem Reifenschaden vorne rechts die Box an.

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Als das Rennen wieder unter normalem Renntempo weiter ging, kamen dann auch schon die nächsten Ausritte ins Kiesbett. Dieses Mal dabei Jan Seyffert, Benjamin Leuchter und Lukas Niedertscheider. Michelle bekam derweil Druck von Antti Buri, welcher dann, während die beiden Sebastian Steibel überrundeten, an Michelle vorbeikam. Kurz vor Halbzeit des Rennens kam erneut das Safety-Car zum Einsatz. Diesmal landete der Schweizer Francesco Ruga im Kies. Mike lag währenddessen auf Platz 2 und Michelle auf Platz 7.

Als das Safety-Car dann die Strecke verließ, standen noch 12 Min. 40 auf der Uhr. Nun war es Niels Langeveld der ganz nah an Michelles Heck heran fuhr. Nervös gab er Lichthupe, aber Michelle fuhr Kampflinie und der Niederländer kam nicht an Ihr vorbei. Fast zeitgleich griff Antti Buri den Cupra Fahrer Pascal Eberle an und fuhr vorbei. Anschließend kam es zu einem Dreikampf zwischen Buri, Eberle und Coicaud. Buri legte sich Theo Coicaud zurecht und Eberle witterte seine Chance auch am Franzosen vorbei zu kommen. Er wollte innen vorbei, kam auf die Curbs, verlor sein Auto und fuhr Coicaud in die Seite. Die dritte Safety-Car Phase wurde somit eingeläutet. Michelle profitierte von dieser Situation und lag inzwischen auf Rang 5.

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Bild: Max Rosolski

Nach dieser letzten Safety-Car Phase waren noch 40 Sekunden Fahrzeit, plus eine Runde, zu absolvieren. Harald Proczyk kam Mike nochmal verdammt nah. Doch Mike verteidigte seine Position. Luca Engster holte sich den Sieg, gefolgt von Mike Halder und Harald Proczyk. Antti Buri wurde vierter und Michelle holte sich den fünften Platz und den Sieg in der Rookie Challenge. Dadurch standen auf dem Sachsenring zum ersten Mal Mike und Michelle gemeinsam auf dem Podium.

„Es war ein tolles Rennen, ich habe schon beim Start ein paar Plätze gut gemacht. Morgen gehe ich von Startplatz zwei ins Rennen, da möchte ich natürlich wieder hier oben auf dem Podium stehen“, sagte Michelle freudestrahlend.

Mikes Einschätzung nach dem Rennen: „Wir hatten einen guten Start und ich behielt Position zwei. Aber auch Luca Engstler und Harald Proczyk hatten einen guten Start, deshalb hat sich da nichts verändert. Nach den Safety-Car-Phasen musste ich mich dreimal verteidigen. Ich versuche, mit unserem Paket das Maximum rauszuholen und versuche schneller zu fahren als die anderen und mehr Punkte zu machen und hoffe, dass es dann letztlich reicht.“

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Bild: Dominic Heinzler

Beim Sonntagsrennen wurden die Karten dann wieder neu gemischt. Durch die gewohnt umgekehrte Reihenfolge, ging Michelle vom zweiten Startplatz ins Rennen und Mike startete von Startplatz 9.

Als die Startampel erloschen war, konnte Michelle Ihren zweiten Platz behaupten. Mike konnte zunächst auf Platz vier vorfahren. Leider wurde er in Kurve 1 von rechts und links in die Mangel genommen. Dadurch wurde sein Auto so stark beschädigt, dass er leider aufgeben musste.

„Leider sind jetzt die Meisterschaftschancen stark gesunken. Vielen Dank für die super Unterstützung des ganzen Teams!“ kommentierte Mike die Situation.

Bilder: Johannes Luft

Auch Benjamin Leuchter kam von der Strecke ab und so kam es auch im Sonntagsrennen relativ früh zum Einsatz des Safety Car. Während dessen kam auch der Teamkollege von Mike mit einem Plattfuß vorne links an die Box. Auch Dominik Fugel musste aufgeben und so verzeichnete das Team Honda ADAC Sachsen beim Heimrennen einen Totalausfall. Das Safety Car kam wieder rein und Michelle fuhr weiterhin souverän auf Position zwei liegend ihr Rennen, während sich Harald Proczyk und Luca Engstler um den dritten Platz stritten. Michelle konnte weiter Boden gut machen und kam Runde für Runde an den führenden Niels Langeveld heran. Im Mittelfeld kämpften die Finnen Buri und Kankkunen um den zehnten Platz.

Die letzten acht Minuten waren an Aufregung und Spannung kaum zu überbieten. Michelle hatte den in Führung liegenden Niels Langeveld angegriffen. Sie versuchte es Innen und dann wieder Außen, doch Langefeld verteidigte seinen Platz. Durch den Zweikampf kamen die auf Platz 3 und Platz 4 liegenden Proczyk und Engstler näher. Alle wollten aufs Podium. Theo Coicaud sah auch noch eine Chance, beim Kampf ums Podest mitzumischen. Luca Engstler schnappte sich zunächst Platz 3.

Noch 5 spannende Minuten lagen vor uns. Luca Engstler griff nun auch Michelle an und lag anschließend auf Platz zwei. Nun kam plötzlich der Führende Niels Langeveld wieder unter Druck. Luca Engstler und Michelle waren dicht an ihn ran gekommen. Die Uhr tickte herunter, noch 60 Sekunden bis zur Final Lap. Langeveld verbremste sich. Luca Engstler und Michelle nutzten die Chance und zogen an ihm vorbei. Auch Eberle und Proczyk profitierten von dem Verbremser von Niels Langeveld. Dieser rutschte dadurch von dem sicher geglaubten Sieg, auf den fünften Platz.

So konnte sich Luca Engstler an diesem Wochenende einen Doppelsieg holen. Michelle holte sich einen sensationellen zweiten Platz und Pascal Eberle wurde Dritter.

Bilder: Dominic Heinzler

„Die ADAC TCR Germany ist eine sehr starke Rennserie und da auf dem Podium zu stehen ist ein unglaublicher Moment – als Frau sowieso. Ein sensationelles Gefühl!“ äußerte sich Michelle freudestrahlend nach dem Rennen.

Die Entscheidung um den Meistertitel fällt nun beim Finalrennen, welches vom 21. bis 23. September auf dem Hockenheimring stattfindet.

Auch in der Honda Rookie Challenge ist noch nichts entschieden. Durch das erfolgreiche Rennwochenende auf dem Sachsenring konnte Michelle 12,5 Zähler sammeln und hat so noch Chancen auf den Honda Civic, welchen der Sieger erhält.

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