Rallye-Monte Carlo, vom 24. – 27. Januar 2019: Spannung bis zum Schluss

Ogier gewinnt zum sechsten Mal in Folge die legendäre “Monte“

Ende Januar fand in den französischen Seealpen der Klassiker, die Rallye Monte Carlo,
der erste Lauf der Rallye Weltmeisterschaft (WRC), statt.
Die Favoriten dieses Jahr waren Sébastien Ogier und Thierry Neuville. Sebastian Loeb, der die Rallye Monte Carlo auch schon oft gewinnen konnte, nahm in dieser Saison nur bei sechs Rallyes als Gaststarter teil.

Am Donnerstagabend begann die Rallye Monte Carlo und die ersten beiden Prüfungen fanden in der Dunkelheit statt, die sogenannte „Nacht der langen Messer“.
Die ersten beiden Etappen sind WP1 La Bréole – Selonnet mit 20,76 km und WP2 Avançon – Notre-Dame-du-Laus mit 20,59 km. Überraschend lag Tänak im Toyota nach den ersten beiden Wertungsprüfungen vorne. Dicht gefolgt von Ogier im Citroën (+0:09.1) und Neuville auf Hyundai (+0:14.3). Fazit des ersten Abends:
Tänak überraschend erfolgreich, Neuville und Loeb verzockten sich bei der Reifenwahl und Meeke musste 9 km mit einem Reifenschaden fahren.
Am Freitag standen dann 6 Wertungsprüfungen auf dem Plan:
WP3/WP6 Valdrôme – Sigottier 1+2 (20,04 km), WP4/WP7 Roussieux – Laborel 1+2    (24,05 km), WP5/WP8 Curbans – Piégut 1+2 (18,47 km). Die WP3 wurde allerdings gestrichen, weil die Sicherheit der Zuschauer nicht gewährleistet werden konnte.

Auch der zweite Tag war ein ständiger Schlagabtausch zwischen Loeb, Ogier und
Neuville. Am Ende des Tages trennten Ogier und Neuville nur 2 Sekunden.
Neuville machte Ogier allerdings auch ein kleines Geschenk, bei der sechsten Prüfung verlor der Belgier in einer Kurve kurz die Kontrolle über das Fahrzeug und musste einen
Notausgang nutzen. Er konnte jedoch schnell wenden und verlor nur wenige Sekunden.

Auf der dritten Etappe am Samstag waren vier Wertungsprüfungen angesagt:
WP9/WP11 Agnières-en-Dévoluy – Corps 1+2 (29,82 km) und WP10/WP12 St-Légerles- Mélèzes – La Bâtie-Neuve 1+2 (16,87 km).
Bei der dritten Etappe fielen am Vormittag gleich zwei Fahrer der WRC aus. Mikkelsen konnte schon die Tafel der Zieleinfahrt in Corps sehen, als er eine Mauer tuschierte und sich dabei das linke Hinterrad abriss.
Evens erwischte eine Eisplatte und flog von der Strecke ab.

Am Tag drei dominierte Ott Tänak das Geschehen, in jeder der vier WP´s lag der Este am Ende vorn. Tänak hatte am Vortag jedoch einen Reifenschaden und konnte somit nicht mehr um Platz eins und zwei mitmischen.
In der Gesamtwertung führte am Samstagabend Ogier mit 2:38:30.0 gefolgt von Neuville (+0:04.3) und Loeb (+1:58.7).
Durch den knappen Vorsprung von Ogier mit 4 Sekunden, war für den letzten Tag
absolute Spannung angesagt.

Etappe 4 hielt vier packende Wertungsprüfungen bereit.
WP13+15 La Bollène-Vésubie – Peïra-Cava 1+2 (18,41 km) und WP14+16 La Cabanette – Col de Braus 1+2 (13,58 km/Power Stage).

Der Sonntag war definitiv nichts für schwache Nerven. Bei der WP14 hatte Ogier
Probleme mit einem Sensor und büßte bereits bei der ersten Schleife wertvolle
Sekunden ein. Tänak glänzte am Sonntagvormittag erneut mit Bestzeiten auf
WP14+15. Ebenfalls nicht ganz zufrieden mit seinen ersten beiden Sonntagsläufen
war Neuville. Er konnte mit Tänaks Toyota nicht mithalten und auch nicht wirklich
viel Zeit auf Ogier gutmachen.
Was den Sonntag von den anderen Tagen auch noch unterscheidet, ist die Tatsache,
dass es zur Halbzeit nicht zurück in den Service Park nach Gap geht. Die Fahrer sind
mit sich und dem Fahrzeug ganz auf sich allein gestellt.
Die Entscheidung sollte erst in der WP 16 fallen. Die Power Stage und somit die Extra Punkte holte sich überraschend der Brite Kris Meeke. Ogier behielt die Nerven, fuhr die zweitschnellste Zeit und war 1,8 Sek. schneller als Neuville.

Nach einer Gesamtzeit von 3:21.15.9 lagen zwischen  den Siegern Sébastien Ogier/ Julien Ingrassia und den zweitplatzierten Thierry Neuville/Nicolas Gilsoul lediglich 2,2 Sekunden. Dritter wurden verdient der Toyota-Pilot Ott Tänak/Martin Järveoja.

Publikumsliebling Loeb sicherte sich Rang vier.

Fotos & Text: germann-sports

Endstand der Rallye Monte Carlo 24.- 27. Januar 2019
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